Fort Huachuca
Am 3.März 1877 gründeten Captain Samual M. Whiteside und zwei Kompanien der 6. US Kavallerie ein provisorisches Militärcamp am Eingang des Huachuca Canyon. Aufgabe war, die Siedler in der Umgebung zu schützen und die Apachen nach ihren Raubzügen davon abzuhalten, über die Grenze nach Mexiko zu entkommen. 1882 wurde das Camp in einen festen Militärposten umgewandelt. Nach der Verhaftung von Geronimo im Jahr 1886 schloss die Armee über 50 Camps und Forts in der gesamten Region. Fort Huachuca wurde jedoch weiterhin aufrechterhalten, um geflüchtete Indianer, Banditen, Outlaws und Gesetzesbrecher zu verfolgen.
Später wurden in Fort Huachuca die komplett aus Schwarzen bestehenden Regimenter der ‚Buffalo Soldiers' stationiert, deren Hauptaufgabe bis 1931 im Wesentlichen darin bestand, die amerikanisch-mexikanische Grenze zu bewachen und zu sichern, eine Aufgabe, die von dem Militärstützpunkt auch heute noch wahrgenommen wird. Während des 2. Weltkriegs kurz aufgegeben und im Korea Krieg wieder reaktiviert, spielt Fort Huachuca heute eine wichtige Rolle bei der Erforschung und beim Test neuer elektronischer Waffensysteme sowie als Zentrum des militärischen US Nachrichtendienstes.
Aufgrund seiner bedeutenden Rolle in der Besiedlungsgeschichte des Westens wurde Fort Huachuca als National Historic Landmark deklariert. Auf dem Gelände des Militärstützpunkts befinden sich zwei interessante Museen zur Militärgeschichte der Region, die in drei verschiedenen Gebäuden untergebracht sind - das Fort Huachuca Museum (bestehend aus dem Main Museum und dem Annex Museum) sowie das U.S. Army Intelligence Museum. Sehenswert ist vor allem das Annex Museum mit sehr interessanten Gemälden, Karten und einer Zeitleiste, auf der die wichtigsten Ereignisse und Schlachten in dieser Region mitsamt Fotos dokumentiert sind. Der grosse, abgedunkelte Hauptraum, der wie eine alte Frontier Town gestaltet ist, zeigt in verschiedenen Schaukästen interessante alte Fotos, Waffen und Kleidungsstücke. Das Main Museum gegenüber widmet sich sehr ausführlich der Geschichte des Forts von der Gründerzeit bis heute und der Besiedlungsgeschichte der Region. Im kleinen Buchladen finden sich viele interessante Bücher zur Geschichte des Wilden Westens und zu den Apachenkriegen. Öffnungszeit für alle Museen: am Wochenende 13-16 Uhr, werktags 9-16 Uhr. Zufahrt: auf dem Hwy 90 von Norden kommend fährt man in Sierra Vista immer den Schildern Richtung Main Gate folgend an der Abzweigung Hwy 92 vorbei und biegt schliesslich nach rechts zum Haupteingang des Militärgeländes ab. Kurz vor dem Kontrollposten befindet sich ein Besucherparkplatz und ein Visitor Center. Parken Sie dort und besorgen Sie sich im Visitor Center einen Plan des sehr weitläufigen Geländes sowie das erforderliche Besucher-Permit. Hierfür benötigen Sie Ihren Ausweis (Führerschein) und die Fahrzeugpapiere.