Mammoth Site
Mit über 50 zum Teil freigelegten Mammutskeletten am ursprünglichen Fundort ist Mammoth Site eine der ungewöhnlichsten naturhistorischen Grabungsstellen des Nordwestens. Ursache für das seltsame Massengrab war nach Ansicht von Wissenschaftlern ein warmer Quellsee, umgeben von schlüpfrigem Schiefergestein, in den vor etwa 27.000 Jahren immer wieder Tiere auf der Suche nach Wasser abrutschten und qualvoll verendeten. Man schätzt, dass etwa 100 dieser urzeitlichen Säugetierskelette in den Sedimenten verborgen sind, 51 davon wurden bisher freigelegt. Am häufigsten unter den fünf gefundenen Mammutarten sind das Columbian Mammut und das Wooley Mammut. Diese Tiere erreichten eine Schulterhöhe von 3,70 bis 4,30 Meter und ein Gewicht von bis zu 9 Tonnen. Da die Knochen nicht versteinert sind, müssen sie sofort nach der Ausgrabung mit flüssiger Plastikmasse präpariert werden.
Neben der großen Eingangshalle mit dem vollständig rekonstruierten Skelett eines Kolumbianischen Mammuts befindet sich die überdachte Grabungsstelle mit den an Ort und Stelle konservierten Knochenfunden, die man auf eigene Faust (self-guiding-tour) oder per geführter Tour (Dauer ca. ½ Std.) besichtigen kann. Die Exhibition Hall gleich nebenan zeigt in grossen Glasvitrinen Stoss- und Backzähne verschiedener Mammutarten, Schädelknochen eines vor etwa 10.000 Jahren ausgestorbenen Riesenbären, die Replika eines an der Küste Kaliforniens gefundenen Pygmäen-Mammuts und ein sogenanntes ‚Mammoth Bone House'. Diese etwa 6 Meter langen und 2 Meter hohen Behausungen wurden einst aus Stosszähnen, Schädel- und Hüftknochen von Mammuts errichtet, durch Tiersehnen verbundenen und entweder mit Lederhäuten oder dicken Fellen bedeckt. Bei Ausgrabungen in der Ukraine, Polen und der Tschechischen Republik konnten Archäologen bisher in über 30 Fundstellen steinzeitliche Behausungen dieser Art freilegen. Weitere Infos unter www.mammothsite.com.